Versicherung bei Einbruchdiebstahl

Nicht jeder Diebstahl aus dem Haus ist versichert. Zwar sind die Kriterien, nach denen verschiedenen Versicherungen einen Schaden durch Diebstahl bezahlen in Nuancen unterschiedlich, dennoch gibt es in den Allgemeinen Hausratversicherungsbedingungen (VHB 2008) Grundsätze, die erfüllt sein müssen. Dazu folgende Faustregeln:

Der Täter muss sich während der Tat unbefugt Zugang zu einem verschlossenen Raum verschaffen.

Der Einbruch, der dem Diebstahl voraus geht, kann auf verschiedene Art erfolgen:

  • Durch Einbrechen, wie das gewaltsame Aufbrechen eines Türschlosses, das Verbiegen von Gitterstäben, das Aufhebeln von Fenstern, das Zertrümmern von Türblättern, das Zerstören von Türen durch Rammen mit Fahrzeugen.
  • Das Einsteigen beschreibt die Art, wie der Täter in das Haus kommt. Es muss unüblich sein, wie z.B. über eine Leiter in ein Obergeschossfenster oder durch ein Kellerfenster, von einem Balkon auf den anderen oder über ein Ziergitter, einen Baum oder Strommasten über dass Dach durch die Dachluke.
  • Beim Eindringen benutzt der Täter einen falschen Schlüssel oder ein anderes, geeignetes Schließwerkzeug. Bekannt ist die sogenannte Picking-Methode, bei der mit einem manuellen oder elektrischen Pickgerät die Zuhaltungen des Schließzylinders in Schließstellung gebracht werden. Als falsch gilt ein Schlüssel, wenn er ohne Zustimmung der befugten Person hergestellt wird. Hierunter zählen auch Haken, Dietriche und ähnliche Gegenstände mit denen man Schlösser öffnen kann.
  • Das unbefugte Verschaffen von Zugang liegt vor, wenn der Täter z.B. durch eine angelehnte oder nicht verschlossene Tür ins Haus gelangt. Entwendet er dort z.B. frei zugänglichen Schmuck oder Bargeld, ist dies nicht durch die Hausratversicherung gedeckt. Bricht er aber eine Kassette oder einen Tresor auf, in dem sich Wertgegenstände oder Bargeld befindet, greift der Versicherungsschutz. Gleiches gilt, wenn durch den Täter eine Kassette, in der sich der Hausschlüssel befand, aufgebrochen wurde, um mit diesem Schlüssel ins Haus einzudringen. Der Schaden wird auch ersetzt, wenn der Täter durch einen Raub oder einen einfachen Diebstahl an den Schlüssel gelangte. Handelt der Geschädigte fahrlässig (Schlüssel in Jacke an der Garderobe oder im Handschuhfach eines PKW) greift die Versicherung nicht.
  • Ein Einschleichen liegt vor, wenn der Täter sich unbemerkt in dem zugänglichen Haus versteckt. Dort wartet er die Abwesenheit der Bewohner ab und stielt dann etwas aus dem ordnungsgemäß verschlossenem Haus. Hier ist es unbedeutend, wann sich der Täter Zugang zum Haus verschafft hat. Entscheidend für den Versicherungsschutz ist, dass das Haus zum Zeitpunkt des Entwendens ordnungsgemäß verschlossen war und der Täter durch Öffnen der ordnungsgemäß verschlossenen Tür oder des Fensters von innen das Haus verlassen hat.

Vergleichen Sie vor Abschluss einer Hausratversicherung verschiedene Anbieter. Der Unterschied liegt nicht nur im Preis. Bestimmte Dinge sind bei dem einen Versicherer abgedeckt, müssen aber bei einem anderen zusätzlich aufgeführt werden. Besonders der Versicherungsschutz für Fahrräder sollte beachtet werden.

 

 

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