Einbruchschutz für Fenster und Fenstertüren

Die meisten Einbrecher kommen durch Fenstertüren oder Fenster. Wer hier richtig sichert, hat das Einbruchsrisiko wesentlich reduziert.

Maueranker
Schon beim Bau des Hauses sollte darauf geachtet werden, dass Fensterrahmen fest in der Mauer verankert sind. Fenster, die nur eingeschäumt sind, bieten keine ausreichende Sicherheit.
Griff
Verwenden Sie einen abschließbaren Fenstergriff. Noch sicherer ist ein Stangenschloss, bei dem sich zusätzlich zwei Eisenstangen oben und unten in den Rahmen senken. Beachten Sie, dass abschließbare Fenstergriffe zwar gegen das Einschlagen und Durchgreifen schützen, nicht aber gegen das Aufhebeln des Fensters.
Schließmechanismus
Setzen Sie auf ein System aus Edelstahl mit Pilzkopfzapfen nach DIN 18104 Teil 2. Diese Zapfen haben einen breiten Kopf, der sich in eine entsprechende Aussparung an der Rahmenseite einfügt und so nur schwer herausgehebelt werden kann.
Bänder (Scharniere)
Hintergreifhaken verhindern das Aushebeln auf der Bandseite. Diese Stahlkrallen, in Rahmen und Zarge montiert, greifen bei geschlossenem Fenster ineinander und machen es dem Täter schwer, das Fenster auf dieser Seite aufzubrechen.
Verglasung
Durchbruchhemmende Gläser erschweren das Einschlagen der Fenster- oder Terrassentürscheibe. Sie bestehen aus mehreren Glasscheiben, verbunden mit einer reißfesten Folie. Bei Kellerfenstern oder Nebengelassen bietet sich auch eine Vergitterung an. Eine andere Variante sind Teleskopstäbe, die in die innen im Mauerwerk der Kellerfenster befestigt werden und so das Öffnen des Fensters verhindern.
Nachrüstsicherungen
Eine Nachrüstung mit Zusatzsicherungen nach DIN 18 104 Teil1 erhöht die Sicherheit bei Fenstern ohne Pilzkopfzapfen. Die Angebote im Handel sind sehr vielfältig. Sie sollten auf eine zweckmäßige Bedienung und die Kennzeichnung mit dem DIN-Standard achten. Beim Anbringen an Plaste- oder Aluminiumrahmen ist eine spezielle Einbaumethode für einen sicheren Halt der Schrauben erforderlich.
Fenstergitter
Reine Ziergitter nützen nichts. Fenstergitter sollten stabil, im Mauerwerk gut verankert und gegen Demontage geschützt sein. Der Abstand der Gitterstäbe sollte 10cm nicht überschreiten und die Stabstärke 2 cm betragen. Spezialschrauben, die ein Abschrauben unmöglich machen, verhindern die Demontage durch Einbrecher. Es gibt geprüfte Gitter nach DIN 18 106.
Einbruchmeldeanlagen

Eine Einbruchmeldeanlage (EMA) verhindert in der Regel keinen Einbruch, sie meldet ihn nur. Wobei optisch erkennbare Anlagen nicht selten bewirken, dass Täter erst gar nicht den Versuch eines Einbruchs unternehmen. Grundsätzlich sollte die Installation einer Einbruchmeldeanlage immer als eine sinnvolle Ergänzung einer guten mechanischen Sicherung sein. Wer sich entschließt, sein Haus mit Einbruchmeldetechnik abzusichern, sollte den kostenlosen Service einer (Kriminal)Polizeilichen Beratungsstelle nutzen und/oder seinen Sachversicherer zu Rate ziehen. Sie entscheiden nach Ihrem Sicherheitsbedürfnis oder den zu sichernden Werten, ob Sie Ihr Haus durch eine Außenhautüberwachung, die alle relevanten Türen und Fenster einschließt, eine Fallenüberwachung, bei der nur Bereiche  überwacht werden, die der Täter mit großer Wahrscheinlichkeit betritt oder einer Kombination von Außenhautüberwachung im Erdgeschoss und Fallenüberwachung in Keller und Obergeschoss überwachen lassen. Lassen Sie die Anlage von einem VdS-Anerkannten Unternehmen installieren und sich bestätigen, dass die Anlage gemäß den VdS-Richtlinien, mit dafür zugelassenen Geräten installiert wurde. Der unsachgemäße Einbau von qualitativ schlechten EMA führt zu Fehlalarmen. Die Anlage verliert ihre „Glaubwürdigkeit“, was dazu führen kann, dass im Ernstfall nicht reagiert wird. Achtung: Kommt bei einem Fehlalarm die Polizei zum Einsatz, zahlen Sie die Kosten.

Einbruchschutz zahlt sich aus

Für den Einbruchschutz gibt es eine staatliche Förderung. Das Konzept zu der Förderung hat die Stiftung Deutsches Forum für Kriminalprävention (DFK) in Kooperation mit der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes erarbeitet. Im wesentlichen bedeutet dies, dass Sie ab einer Investition in die Sicherheit von 2000€ – 15 000€ eine finanzielle Unterstützung von 10% beasntragen können. Nähere Informationen dazu erhalten Sie unter www.kriminalpraevention.de/einbruchschutz/finanzanreize.html

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