Essen auf Rädern

Im fortschreitenden Alter fällt es immer schwerer, selbst Lebensmittel einzukaufen und zu kochen. Oder es lohnt sich nicht, täglich für sich allein am Herd zu stehen. Abhilfe schaffen können Angebote von Essensanbietern, die fertig zubereitete Mahlzeiten nach Hause liefern (umgangssprachlich „Essen auf Rädern“).

Es besteht die Möglichkeit, aus einem Wochenspeiseplan für jeden Tag zwischen verschiedenen Menüangeboten zu wählen. Individuelle Besonderheiten bei der Ernährung, wie z.B. Lebensmittelunverträglichkeiten, Diabetes mellitus, werden vom Essensanbieter berücksichtigt.

In Deutschland gibt es momentan etwa 2500 Anbieter von „Essen auf Rädern“, die 320000 Menschen beliefern (Pflege.de, 2015). Diese können z.B. Krankenhäuser, Gasthöfe, Pflegeheime, aber auch die Arbeiterwohlfahrt (AWO), Caritas oder das Deutsche Rote Kreuz (DRK) sein.

Bedürftige (z.B. Sozialhilfeempfänger) haben laut SGB XII §79 die Möglichkeit, Zuschüsse beim zuständigen Sozialamt zu beantragen (Ebenda). Was sollten Sie bei der Auswahl Ihres Anbieters beachten? Wichtig sind abwechslungsreiche und kundenorientierte Mahlzeiten. Der Lieferant muss auf Besonderheiten, wie z.B. Diabetes mellitus, Rücksicht nehmen. Zusatzstoffe sollten ausreichend gekennzeichnet sein. Bei manchen Anbietern können Probeessen angefordert werden. 2004 ergab eine Studie der „Stiftung Warentest“, dass das ausgelieferte Essen in Berlin zu salzhaltig und fettreich war.

Seitdem wird von den meisten Anbietern ein gesünderes Kochen und Essen angestrebt. Des Weiteren sollte vorab geklärt werden, ob das Essen in Wärmeboxen geliefert wird. Die Liefertouren der Auslieferer sind meist lang und das Essen kühlt sonst schnell ab. Ein großes Problem ist häufig der Lieferzeitpunkt. Teilweise wird den Käufern bereits 09.30Uhr ihr Mittag geliefert. Manchmal verschieben sich die Fahrzeiten und das Essen kommt ungeplant einige Stunden früher oder später. Eine Planung des eigenen Tagesablaufes fällt somit schwer. Dies stellt einen großen Streitpunkt dar (Stiftung Warentest, 2011).

Die „Deutsche Gesellschaft für Ernährung“ (DGE) befasste sich mit diesem Thema und veröffentlichte 2011 die zweite Auflage zum Thema DGE-Qualitätskriterien für Essen auf Rädern

Diese aufgeführten Kriterien richten sich vor allem an die Hersteller des Essens (Küchenleiter) und Essensauslieferer. Es gibt Ihnen jedoch die Möglichkeit, sich einen Überblick zu verschaffen. Empfohlen wird eine Mindest-Energiezufuhr von 1800 kcal sowie ausreichend Vitamine, Fette und Eiweiße. „Essen auf Rädern“-Anbieter, die alle DGE-Qualitätskriterien erfüllen, besitzen das „Fit im Alter“-Zertifikat (Pflege.de, 2015).

Quellen:

  • Stiftung Warentest (2011). Essen auf Rädern: Sechs Menüdienste im Test. Abgerufen von https://www.test.de/Essen-auf-Raedern-Sechs-Menuedienste-im-Test-4280595-4280600/
  • Web care LBJ (2015). Essen auf Rädern. Abgerufen von https://www.pflege.de/magazin/pflege-wohnformen/essen-auf-raedern
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