Mobil im Alter durch Bewegung

Ab der fünften Lebensdekade beschleunigt sich der Rückgang physiologischer (körperlicher) Möglichkeiten. So nimmt die Beweglichkeit ab dem 45. Lebensjahr um acht bis neun Prozent pro Dekade ab, die Kraft um zwölf bis fünfzehn Prozent sowie die Koordination ab dem 35. Lebensjahr jede Dekade um zehn Prozent. Das Problem hierbei – im Alter wird sich zu wenig bewegt – und das, obwohl durch Bewegung und / oder Sport das Fortschreiten reduziert werden kann. Laut Studien besteht ebenso die Möglichkeit, durch Sport das Krebs-, Demenzrisiko, Depressionen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen etc. zu mindern (DOSB, o.J.). Ein beachtlicher Risikofaktor für verschiedene Erkrankungen stellt das Übergewicht dar. Entgegenwirken kann man diesem mit den empfohlenen 7000 Schritten pro Tag

Beispiele, um Bewegungen / Sport in Ihren Alltag einzubauen, stellen u.a. die Gartenarbeit oder tägliche Spaziergänge dar (aber alles in Grenzen). Kurze Strecken sollten gelaufen, mittellange mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Statt dem Fahrstuhl könnten Sie die Treppen nutzen. Oder sie steigen beim Bus / der Straßenbahn eine Haltestelle eher aus und laufen den restlichen Weg zu Fuß. Voraussetzung ist selbstverständlich immer die körperliche Eignung und Zumutbarkeit. Eine weitere angenehme Sportart für Menschen höheren Alters stellt das Schwimmen dar, da die geschont werden (LZG, o.J.).

Die Durchführung von Gleichgewichtsübungen oder feinmotorischen Tätigkeiten begünstigen die Neubildung sowie die Verbindungen der Zellen im Gehirn. Körperliche Aktivitäten wirken sich des Weiteren positiv auf die Stimmung aus, was Depressionen vorbeugen kann. Das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, soll bei Spaziergeherinnen um dreißig Prozent geringer ausfallen als bei Frauen mit weniger körperlicher Bewegung (LZG, o.J.).

Die Ziele der Bewegung und des Sports stellen vorrangig den Erhalt er Kraft, der Beweglichkeit und somit der Lebensqualität sowie der Selbstständigkeit und Gesundheit dar. Denn durch die regelmäßige Anwendung können z.B. Ihr Cholesterin, Blutzucker, Blutdruck gesenkt und Beschwerden, wie Rückenschmerzen oder Arthrose, vorgebeugt werden. Auch wenn sie bereits erkrankt sind, sollten Sie aktiv sein / werden, denn Sport wirkt dem Verschleiß entgegen. Schonen Sie Ihre betroffenen Gelenke (bei Arthrose), wirkt dies kontraproduktiv. Bei fehlender Aktivität kommt es mit der Zeit zur Abnahme der Belastbarkeit und Muskelkraft. Das Gehtempo sowie die Stand- und Gehsicherheit sinken. Die Folge sind Stürze.

Entscheiden Sie sich nun für das Betreiben von Sport, gibt es viele Möglichkeiten an Angeboten. So bietet u.a. das „Deutsche Rote Kreuz“ Bewegungsprogramme an, die von Wassergymnastik über Tanzen bis hin zu Yoga und Gymnastik reichen. Die Teilnahme ist hierbei ab 55 Jahren möglich. Eine Zustimmung zur gesundheitlichen Eignung durch Ihren behandelnden Arzt wird empfohlen (DRK, o.J.). Des Weiteren stellen Vereine aber auch Kurse Ihrer Krankenkasse Alternativen dar. Bitte beachten Sie immer die Zielgruppe, die mit diesem Training angesprochen werden soll.

Finanzielle Unterstützung finden Sie gegebenenfalls bei Ihrer gesetzlichen Krankenkasse. Art und Umfang der Bezuschussung sind hierbei krankenkassenspezifisch. Bitte informieren Sie sich vorab. Das Sammeln von „Bonuspunkten“ für z.B. die Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio oder der Durchführung eines Entspannungskurses ist ebenfalls von Krankenkasse zu Krankenkasse sehr verschieden. Auch hier sollten Sie eine Beratung oder Internetrecherche für nähere und auf Sie zutreffende Informationen nutzen.

Weiterführende Literatur und Quellen:

  • Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB) (o.J.). Sport und Bewegung als Altersvorsorge. Abgerufen von http://www.richtigfitab50.de/de/richtig-fit-ab-50/gesundheitssport/aelter-werden/sport-und-bewegung-als-altersvorsorge/
  • Deutsches Rotes Kreuz (DRK) (o.J.). Fit im Alter durch Bewegung mit unseren Bewegungsprogrammen. Abgerufen von http://www.sachsen-anhalt.drk.de/angebote/gesundheit/gesundheitsfoerderung.html
  • Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz (LZG) (o.J.). Bewegung als Schlüsselfaktor zum gesunden Altern. Abgerufen von http://www.diebewegung.de/bewegung-im-alter/mehr-gesundheit-im-alter/bewegung-als-schluesselfaktor-zum-gesunden-altern/
  • Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz (LZG) (o.J.). Bewegung im Alter. Abgerufen von http://www.diebewegung.de/bewegung-im-alter/
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