Kleine Spende, großer Schaden

Wie Trickdiebe die Gutmütigkeit Spendenwilliger schamlos ausnutzen, mussten Bewohner verschiedener Orte in Sachsen-Anhalt in den vergangenen Wochen schmerzvoll erfahren. Beim Übergeben kleinerer Summen stahlen die Profis unbemerkt Geldscheine aus den Portemonnaies ihrer Opfer.

Sie gehören zu den „reisenden Tätern“, die Trickdiebe, die schon seit einiger Zeit ihr Unwesen in unserer Region treiben. Kurz hintereinander schlagen sie ein- zweimal zu und verschwinden am selben Tag noch an den nächsten Ort. Mit Vorliebe stehen sie in der Nähe von Supermärkten oder anderen Einkaufseinrichtungen. Kunden, die das Geschäft verlassen und gerade ihr Portemonnaie verstaut haben, werden angesprochen. In Gardelegen wurde ein 79jähriger mit Gebärden von einer Frau aufgefordert, eine geringe Summe  für den Gehörlosenverband zu spenden. Er gab etwas Kleingeld und stellte später fest, dass ihm 100€ aus dem Portemonnaie fehlten. In Nienburg gab eine Frau vor, Spenden für taubstumme Kinder zu sammeln. Eine Rentnerin gab ihr 2€ und bemerkte Stunden danach erst, dass ihr 200€ aus dem Portemonnaie entwendet wurden. Ähnlich ging es einem 77jährigen aus Schönebeck. Eine Frau sprach ihn an, hielt ihm eine Spendenliste hin und bat um etwas Kleingeld. Nachdem er sich eingetragen hatte übergab er 2€. Die Frau umarmte ihn aus vermeintlicher Dankbarkeit überschwänglich und entfernte sich. Bei dieser Gelegenheit hatte sie 70€ in Scheinen gleich einmal als zusätzliche „Spende“ mitgehen lassen. In allen Fällen werden die Täterinnen als südländisch aussehende Frauen mit ausländischem Akzent, die mit einem Kopftuch bekleidet waren, beschrieben.

Haben diese Trickdiebe, egal ob Männer oder Frauen, die Gelegenheit in die Nähe Ihrer Geldbörse zu kommen, gelingt es ihnen mit den unterschiedlichsten Methoden der Ablenkung Geld zu entwenden, ohne dass Sie es merken. Manche fassen mit Daumen und Zeigefinger in das Kleingeldfach Ihres Portmonees um „beim Suchen zu helfen“ und ziehen das Papiergeld, eingeklemmt zwischen Ring- und kleinem Finger, unbemerkt heraus.

Spenden auf der Straße sind unter diesem Aspekt immer mit einem Risiko verbunden. Die Distanz, die sie zu fremden Personen einhalten sollten, wird schon dadurch, dass Sie aufgefordert werden sich in eine Liste einzutragen, nicht eingehalten. In brenzligen Situationen lieber einmal NEIN sagen als Geld verlieren und schnell die Polizei über 110 informieren.

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