Geistige Fitness erhalten – auch im Alter

Allgemein bekannt ist, dass mit zunehmendem Alter nicht nur die körperliche Fitness, sondern auch die Fähigkeit des Gehirns bestehende Nervenverbindungen zu erhalten und neue aufzubauen, tendenziell abnimmt. Diesem natürlichen Prozess kann man allerdings durch geeignete Maßnahmen gegensteuern.

Dazu gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten, die sich auf die Leistungsfähigkeit auswirken und die unter dem Motto „Bleiben Sie aktiv“ zusammengefasst werden können. Im Einzelnen sind damit unter anderen folgenden Aspekten gemeint:

 

Bewegung für den Kopf

Ein wichtiger Punkt für die Erhaltung der geistigen Leistungsfähigkeit sind körperliche Bewegung und Sport. Diese Betätigungen führen zu einer verstärkten Durchblutung des Gehirns und Verbesserung des Hirnstoffwechsels. Außerdem begünstigen körperliche Aktivitäten die Festigung bestehender und die Bildung neuer Synapsen (Nervenverbindungen).

 

Ausgewogene Ernährung

Auch wenn das Gehirn nur ca. 2 % der Körpermasse ausmacht, benötigt es in etwa 20 % des Grundumsatzes (Energiebedarf bei körperlicher Ruhe). Das heißt, ohne eine entsprechende Energiezufuhr ist die Leistungsfähigkeit eingeschränkt. Hauptlieferant dieser Energie ist Glucose (ugs. Traubenzucker), die im Körper aus Stärken (Getreideprodukte, Kartoffeln) oder anderen Zuckerarten gebildet wird. Aber auch andere Stoffe, wie zum Beispiel Vitamine aus Obst und Gemüse, sind für Funktion und Regeneration des Gehirns wichtig.

Im Weiteren lassen neueste Untersuchungen vermuten, dass eine regelmäßige Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren zu einem geringeren Risiko für Demenzerkrankungen führen kann. Diese Fettsäuren sind in höherer Konzentration vor allem in Fisch und verschiedenen Ölen (z. B. Leinöl) enthalten.

Zusammengefasst heißt das, eine ausgewogene Mischkost ist ein wichtiger Faktor für die Erhaltung der geistigen Leistungsfähigkeit.

 

Soziale Kontakte

Ein weiterer Aspekt, um geistigem Abbau im Alter entgegenzuwirken, sind soziale Kontakte und die aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben.

Nicht nur, dass dadurch Vereinsamung und damit einhergehenden depressiven Verstimmungen vorgebeugt werden kann – kaum etwas regt das Gehirn mehr an, als der intensive Austausch mit anderen Menschen. Schon das Gespräch mit dem Nachbarn oder einem Bekannten im Park führen zu einer Art geistigem Training. Aber auch das Engagement in Vereinen, der gemeinsame Besuch von kulturellen Veranstaltungen oder die Teilnahme an Volkshochschulkursen erweitern das soziale Umfeld, bringen neue Anregungen und wirken damit dem geistigen Abbau entgegen.

 

Training für das Gehirn

Unbestritten ist, dass geistiges Training positive Auswirkungen hat. Allerdings führen nicht alle Methoden (z. B. Gehirnjogging am Computer) zu einem ganzheitlichen Ergebnis, sondern häufig nur zu einer Verbesserung in der konkreten Übungsaufgabe und nicht bei alltagsrelevanten Problemen oder beim generellen Denkvermögen.

Viel stärkere Auswirkungen haben dagegen „Übungen“, die zur gleichen Zeit mehrere Fähigkeiten trainieren:

  • Musizieren auf einem Instrument
  • Teilnahme an einem Tanzkurs
  •  Erlernen einer Fremdsprache
  •  Teilnahme an einem Handwerkskurs (z. B. Töpfern)
  •  Lesen eines Sachbuches
  •  Verfassen von kleinen Gedichten oder Erzählungen
  •  Bildungsreisen usw.
  •  Seniorenstudium bzw. Gasthörerschaft an einer Hochschule

 

Zusammenfassend ist festzustellen, dass es keine für sich allein stehende Methode zur Erhaltung oder Verbesserung der geistigen Leistungsfähigkeit gibt. Vielmehr bietet die Kombination der verschiedenen Aspekte eine Chance, bis ins gehobene Alter geistig Fit zu bleiben.

 

 

Quellen:

http://www.bundesgesundheitsministerium.de/uploads/publications/BMG-V-10002-geistig-fit-im-alter_201007_01.pdf

http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/sport-steigert-das-gehirn-leistungsvermoegen-a-917596.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Omega-3-Fetts%C3%A4uren#Kognitive_Einschr.C3.A4nkung_und_Alzheimer-Erkrankung

https://www.psychologie-heute.de/news/gesundheit-psyche/detailansicht/news/soziale_neugier_im_alter_haelt_den_geist_laenger_fit/

http://www.sueddeutsche.de/karriere/gedaechtnistraining-hirnjogging-am-computer-kann-man-sich-sparen-1.1684701

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