Altersgerechtes Wohnen

93% der 65 – Jährigen und Älteren sowie etwa 66% der 90 – Jährigen leben in einer „normalen“ Wohnung (BMVBS, 2011, S. 9). Um dies bei zunehmendem Alter, abnehmender Selbstständigkeit und eventuell bestehender Pflegebedürftigkeit ermöglichen zu können, existieren verschiedene Möglichkeiten. Pflegedienste können bei der Medikamentengabe, der Behandlung von Wunden, Blutzuckermessungen o.ä. behilflich sein. Essen auf Rädern  sorgt für die gesunde und ausgewogene Ernährung. Der 24h-Notrufservice durch den SND-Hausnotrufservice hilft, in Notsituationen medizinisches Personal anzufordern und, falls erwünscht, die Angehörigen zu informieren.

Verordnungen von Heil- und Hilfsmitteln, die Ihr Arzt ausstellt, werden von Ihrer gesetzlichen Krankenkasse / Pflegekasse finanziell unterstützt. Dazu gehören u.a. Rezepte über Physiotherapie, Haltegriffe, Wannenlifte, Blutzucker-Messergeräte und Toilettensitzerhöhungen. Welche Mittel in welcher Höhe übernommen werden, entnehmen Sie bitte den entsprechenden Artikeln.

Einen weiteren wichtigen Ansatzpunkt stellt die Barrierefreiheit dar, um die Mobilität  in der eigenen Wohnung und im Wohnumfeld gewährleisten zu können. Dazu gehören u.a. Rampen und Fahrstühle zum Umgehen von Treppenstufen, ausreichende Türbreiten und Bewegungsflächen und bodenebene Duschen. Es stellt sich jedoch die Frage, in wie weit die barrierearmen / -freien Normen in Wohnungen, die nicht speziell für Senioren / Seniorinnen ausgelegt sind, umgesetzt wurden (BZgA, 2013, S. 114).

Sind Sie pflegebedürftig, das heißt Sie besitzen eine Pflegestufe, übernimmt die Pflegekasse Kosten für Pflegehilfsmittel, z.B. ein Pflegebett, sowie bauliche Maßnahmen zur Gestaltung einer barrierefreien Wohnung. Die Obergrenze der Kostenübernahme durch Ihre Kasse beträgt hierbei 4000 € pro Maßnahme (vorgenommene Veränderungen zu einem Zeitpunkt). Um einen Zuschuss zu beantragen, reichen Sie bei Ihrer Pflegekasse einen formlosen Antrag ein, der gegebenenfalls durch eine Prüfung vor Ort durch den Medizinischen Dienst der Krankenkasse (MDK) auf Notwendigkeit überprüft wird (Wohnen im Alter, 2015).

Das Wohnumfeld spielt insofern eine große Rolle, dass der Mieter im Seniorenalter leicht und ohne Hilfe ortsnah Lebensmittel einkaufen, sich barrierefrei bewegen kann und die Sitzmöglichkeiten ausreichend sind (ebenda).

 

 

Quellen:

  • Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) (2011). Wohnen im Alter. In Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) (Hrsg.), Schriftenreihe Forschungen, Heft 147. Bonn: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung.
  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) (2013). Alte Menschen: Expertise zur Lebenslage von Menschen im Alter zwischen 65 und 80 Jahren. In Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) (Hrsg.), Fachheftreihe Forschung und Praxis der Gesundheitsförderung, Band 44. Köln: Ollig.
  • Wohnen im Alter (2015). Ratgeber altersgerechtes Wohnen. Abgerufen von http://www.wohnen-im-alter.de/seniorenratgeber-haeuslich-altersgerechtes-wohnen.html
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