Altersgerecht gestaltete Wohnung

Ein überwiegender Teil der über 65-Jährigen wohnt in einer normalen Mietwohnung bzw. im eigenen Haus und möchte auch so lange als möglich dort wohnen bleiben. Da jedoch die Lebensqualität häufig in hohem Maße auch von der Wohnqualität bestimmt wird, ist es notwendig, sich rechtzeitig über eine entsprechende Gestaltung der Wohnung Gedanken zu machen. Dafür sind nicht immer große bauliche Maßnahmen erforderlich. Mitunter reichen kleinere Veränderungen, um die Wohnung sicherer und für den Alltag bequemer zu gestalten

 

  • Möbel umstellen und die Zimmer neu aufteilen
  • Sich von überflüssigen Einrichtungsgegenständen trennen
  • Möbel auf Standsicherheit prüfen
  • Für rutschfeste Bodenbeläge sorgen und lose Läufer befestigen
  • Kabel außerhalb der Laufwege in Kabelkanälen verlegen
  • Spezielle Holzklötze unter dem Sofa, Sessel oder Bett montieren, um die Sitzfläche zu erhöhen und damit das Aufstehen und Hinsetzen zu erleichtern
  • Für eine gute Ausleuchtung der Räumlichkeiten sorgen
  • Toilettensitzerhöhung im Bad montieren
  • Haltegriffe im Bad montieren, um das Aufstehen von der Toilette, aus der Wanne oder die Bewegung innerhalb der Dusche zu erleichtern
  • Hocker in der Dusche positionieren

 

All dies ist mit Hilfe von Familienangehörigen oder Nachbarn leicht zu bewerkstelligen und bedeutet in der Regel auch keinen höheren finanziellen Aufwand.  Sollten diese Maßnahmen nicht ausreichen, um weiterhin selbständig in der eigenen Wohnung leben zu können, sind mitunter weitergehende bauliche Veränderungen notwendig. Denkbar sind, je nach persönlichen Bedürfnissen und Einschränkungen, zum Beispiel folgende Veränderungen

 

  • Verbreiterung von Türen und Entfernung von Türschwellen
  • Festinstallierte Rampen und Treppenlifter
  • Lichtschalter und Steckdosen in Greifhöhe, ertastbare Heizungsventile für Sehbehinderte
  • Veränderung der Höhe bzw. Unterfahrbarkeit von Kücheneinrichtungen
  • Anpassung eines vorhandenen Bades bzw. WC
  • Einbau einer ebenerdigen Dusche
  • Individuelle Badewanneneinstiegshilfen
  • Anpassung der Höhe des Toilettenbeckens

Diese Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Welche Maßnahmen speziell notwendig sind, ist von Fall zu Fall verschieden und bedarf einer individuellen Beratung. Ansprechpartner sind dafür die Wohnberatungsstelle Ihrer Gemeinde (Sozial- und Wohnungsamt) oder kirchliche und freie Wohlfahrtsverbände. Im Falle einer Pflegebedürftigkeit übernimmt die Pflegekasse die entstehenden Kosten bis zu einer Höhe von 4.000,- Euro pro Maßnahme. Voraussetzung dafür ist ein Antrag bei der Pflegekasse.

Wichtig! Besprechen Sie alle Maßnahmen zunächst erst mit Ihrer Pflegekasse. Bevor Sie mit dem Umbau beginnen, müssen die Baumaßnahmen beantragt sein. Fragen Sie Ihren Vermieter ob er mit den baulichen Veränderungen einverstanden ist.

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Quelle: Leben und Wohnen für alle Lebensalter, Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, 2009

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